Primi passi in Vietnam

01.12.2017
Vietnam
di Marina Azzola e Bianca Maisano
Testimonianza

Bereits im Frühjahr 2017 sammelten Bianca und Marina für ein paar Wochen erste Erfahrungen in Vietnam. Im September kehrten sie nun für drei Monate dorthin zurück. Es folgen Auszüge von dem, was sie berichten:

Die Stadt ›Ho Chi Minh‹ hieß ursprünglich Saigon. Heute soll ihr Name ihren politisch-wirtschaftlichen Charakter ausdrücken. Auch bei unserer zweiten Reise war diese Millionenstadt unser Ziel. Diesmal kamen wir mit dem Wunsch, eine Wohnung zu finden, für unsere Gemeinschaft die erste auf dem asiatischen Kontinent. Diesen Sprung nach Asien konnten wir Dank der familiären Unterstützung seitens der Scalabrini-Missionare wagen. Seit fast zehn Jahren sind sie in Vietnam anwesend. Und sie sind es auch, die uns in die Kultur und die Geschichte dieses Landes einführen. Es ist eine völlig neue Welt, die sich uns eröffnet - von der Sprache ganz zu schweigen! Ihr Alphabet gleicht zwar dem unseren, aber sie hat viele unterschiedliche Akzente, Töne und Klänge. Die Sprachmelodie ist harmonisch, doch für unsere Ohren ist es schwierig, Einzelheiten zu unterscheiden. Das Erlernen der Sprache wird wohl eine ziemlich mühsame Sache werden!

Wollten wir bei unserer ersten Reise so viel wie möglich von unserer neuen Umgebung erkunden, so hat sich nun unsere Perspektive ein wenig verändert. Heute versuchen wir, erste Schritt allein zu unternehmen. Trial and error – Versuch und Irrtum - wir lernen wie kleine Kinder: ausprobieren – hinfallen – wieder aufstehen und weitergehen. Tag für Tag entdecken und lernen wir Neues. Und wie Kinder sind auch wir abhängig von der Hilfe anderer.
In all dem verbirgt sich aber auch eine Riesenchance: immer wieder dürfen wir erfahren, dass wir nicht alleine unterwegs sind und dass Gottes schützende und helfende Hand mit uns ist. Inzwischen haben wir tatsächlich eine Wohnung gefunden. Sie soll eine ›offene Tür‹ haben und unseren Besuchern vermitteln: We are on the road – wir sind unterwegs!
Sie liegt in der Peripherie Saigons. Entfernt von den Wolkenkratzern dieser immensen Stadt und von den schmucken Häusern des ersten Distrikts. Aber nicht weit entfernt von den Scalabrini-Missionaren in einem Viertel, in dem viele Migranten wohnen. Hier gibt es auch große Industriegebäude für mehr als 50 000 Arbeiter, die meist aus anderen Provinzen des Landes kommen. Nur 20 Minuten Busfahrt entfernt, befindet sich die Staatliche Universität. Auf den Straßen kann man deshalb vielen jungen Leuten begegnen.
Ja, junge Menschen und Migranten, hier in Vietnam ist das eine fast identisch mit dem anderen, denn wer ein Studium aufnehmen oder eine Arbeit finden möchte, der muss meist entweder in die nördliche Hauptstadt Hanoi oder in den Süden nach Saigon ziehen.
Die Zahl der Studierenden ist am Wachsen und so wurden vor wenigen Jahren die meisten Fakultäten der Universität an die Peripherie verlegt, wo ein neuer Campus entsteht – in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Wohnung. Und wer hätte gedacht, dass es unter den Studenten viele gibt, die Italienisch lernen möchten? So geben wir seit Kurzem Konversationsstunden für zirka 200 Interessierte. Sie bringen uns hingegen ihre Sprache und ihr Land näher. Eine win-win Situation mit freundschaftlichem Austausch.

Staunen, Überrascht-Sein, Sich-klein-fühlen, Gastfreundschaft, Fest, Dankbarkeit … All diese Worte stehen auf den ersten Seiten unseres Tagebuches. Und tagtäglich kommen neue hinzu. Ihr Fundament ist die Eucharistiefeier, die wir in der Kirche gleich um die Ecke jeden Morgen um fünf Uhr mitfeiern. Dann wenn der Mond noch in die Fenster scheint und das feierlich gesungene »Amen« Licht und Kraft für den neuen Tag schenken will. Über 500 Menschen versammeln sich dort jeden Morgen, bevor sie wohl anschließend zur Arbeit oder in die Universität eilen. Im Herzen der Menschen wirkt Christus weiter, hinein in die Welt, in das Leben eines Volkes, das in der Vergangenheit seinen Glauben oftmals mit dem eigenen Blut bezeugt hat.
Schritt für Schritt lernen wir dieses Land und seine Menschen kennen. Auch wir möchten uns dabei Jesus Christus anvertrauen, der uns und der Menschheit den Weg in seine Zukunft öffnet.

 

Links:

Zeitschrift  Auf den Wegen des Exodus (PDF)

Zeitschrift  Auf den Wegen des Exodus (ARCHIV)

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