Quella luna rossa - Dieser rote Mond

30.03.2020
Scalabrini-Band

»Quella luna rossa«, »Dieser rote Mond«, so lautet der Titel der neuen CD der Scalabrini-Band. Seit es unsere Gemeinschaft gibt, versuchen wir, den Begegnungen mit jungen Menschen und Migranten und unserer Erfahrung mit Gott eine musikalische Stimme zu geben. Der Großteil der Lieder wird von einer der ersten Scalabrini-Missionarinnen, Maria Grazia, komponiert. Im Gebet greift sie viele alltägliche, aber auch außergewöhnliche Lebenssituationen auf, gibt ihnen Melodie und Rhythmus. Was Migranten und Flüchtlinge berichten, aktuelle Geschehnisse in der Welt, die Hoffnung junger Menschen und vieles mehr, wird so aus einem Blickwinkel des Glaubens heraus erzählt.
Die Lieder der neuen CD sprechen vom Heute, von dem, womit wir in den letzten Jahren in Europa und der Welt konfrontiert wurden, von den Dramen vieler Menschen und einer ihnen gegenüber gleichgültig bleibenden Welt-Gesellschaft. In den Liedern wird auch ein Schmerzensschrei hörbar, in dem gleichzeitig die vertrauende Gewissheit schwingt, dass Gott in Jesus das Böse auf sich genommen hat. Alles verwandelt er, etwas Neues beginnt für alle, der neue Tag bricht an, so das Lied »giorno nuovo«.
Nummer sechs und sieben der insgesamt 14 Lieder der CD sprechen vom Weg in der Wüste (»strada nel deserto«) und von diesem roten Mond (»quella luna rossa«). In beiden Liedern geht es um das, was täglich vor den Küsten und in den Wüsten der Welt geschieht und woran wir uns nie gewöhnen dürfen. Öffnen wir uns hingegen für den Schmerz des anderen, für das Leid der Welt, dann können wir uns als einzige Mensch­heitsfamilie wiedererkennen, in der Gott Geschichte schreiben will. Wenn wir dabei unser Vertrauen ganz auf Ihn setzen, dann führt Er uns an der Hand, dorthin wohin Er will. Er wartet aber auf unsere Antwort, um Seinen Liebesplan für alle umzusetzen.

Das Lied »dieser rote Mond«, das der CD den Titel gibt, spricht von dem, was uns einige junge Migranten erzählten: Auf dem Weg über das Meer in einem der ›Boote der Hoffnung‹ kenterten sie. Mitten in der Nacht trieben sie stundenlang im Wasser. Ihre Angst war groß. Die Überlebenden erinnern sich aber an einen leuchtenden roten Mond über ihnen, der ihnen Sicherheit gab, weil er ihnen die Richtung wies …
Er war für sie wie das Zeichen einer Liebe, die den Menschen nie im Stich lässt, einer Liebe, die in jedem Menschen erkennbar wird, der sich solidarisch und großherzig zeigt, einer Liebe, die eine neue Zukunft ermöglicht, dort wo Menschen einander beistehen.

 

                                      1. Horizonte                                                                                     8. Quella luna rossa

                                      2. Por todo el mundo                                                                     9. A me basta la via

                                      3.  Menschen, die geh'n                                                                10. Canterò per te

                                      4. Su quel treno                                                                               11. Maria sotto la croce

                                      5. Nel sì di maria                                                                             12. Mãe do bom pastor

                                      6. Globalisierung?!                                                                         13. Nella guerra del mondo

                                      7. Strada nel deserto                                                                      14. Nuovo giorno

 

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